GFI Blog


Dez

13

Domino 11 Jam in Wien

Am gestrigen Mittwoch, den 12.12.2018, fand im IBM Client Centre hoch über den Dächern Wiens der Domino 11 Jam statt. Nach Frankfurt am Vortag, ist Wien die vierte von insgesamt 18 Städten in der sich jeweils eine kleine Gruppe von Kunden und Business Partnern zusammenfand, um ihre Ideen für die nächste Version von Notes und Domino einzubringen.

Warum eigentlich Wien und nicht Frankfurt? Ähnlich wie für meine Teilnahme im Januar in Zürich galt auch hier, dass es nicht nur zeitlich besser passte, sondern auch einfach die Chance bot mal über den Tellerrand der deutschen Partnerlandschaft hinauszuschauen. Deutschland war und ist einer der wichtigsten, wenn nicht der wichtigste, Markt für IBM Collaboration Produkte. Damit geht einher, dass viele Diskussionen von den deutschen Partnern dominiert werden.

Angesichts der Bekanntgabe des Verkaufs weiter Teile des IBM Softwareportfolios an den Entwicklungspartner HCL vor einigen Tagen, dürften wohl die meisten Teilnehmer mit einigen Fragen hierzu im Gepäck angereist sein. Richard Jefts (Vice President & General Manager der Collaborative Workflow Platforms bei HCL) ließ es sich daher nicht nehmen, den Teilnehmenden Rede und Antwort zu stehen. Richard bekräftigte noch einmal, dass HCL angetreten sei, um die im Paket enthaltenen Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln und mit dem bisherigen Verlauf in den vorangegangenen Monaten sehr zufrieden ist. Was versprochen wurde, wurde bis auf minimale Ausnahmen auch eingehalten. Diese werden aber gemeinsam mit 10.0.1 im Dezember adressiert.

Unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die US-amerikanischen Kartellbehörden soll die Transaktion Mitte 2019 abgeschlossen sein. In der Zwischenzeit (Blackout period) bleibt die Aufgabenteilung zwischen IBM und HCL in der bisherigen Form bestehen und gewisse Informationen dürfen aufgrund des Börsenrechts nicht mit der Öffentlichkeit geteilt werden. Nun ja gut, das war irgendwie zu erwarten. Aus Partnersicht klangen jedoch einige erfreuliche Dinge zwischen den Zeilen durch.

Aber eigentlich waren wir ja dort, um Ideen für Notes und Domino 11 zu sammeln. Der Ablauf des Domino Jams orientierte sich an der sog. "Design Thinking"-Methode. Aus den vorangegangenen Veranstaltungen zur Domino Version 10 und den vielen Einträgen im Ideation Blog hat man jedoch einiges gelernt und mit den Fragestellungen mehr auf die globalen Themenkomplexe abgezielt. Im Januar in Zürich kam bei den meisten Teams eine ziemlich bunte Mischung aus detaillierten Featurewünschen, Bugfix-Anliegen und grundsätzlichen Überlegungen zusammen. Im Ideation Blog hält die meisten Stimmen aktuell übrigens der Wunsch, das Fenster mit den Dokumenteneigenschaften zu vergrößern.

In fünf Gruppen wurden im Rotationsverfahren die verschiedenen Fragestellungen beantwortet, Ideen gesammelt, gruppiert und priorisiert. Dabei galt es auch, aus der eigenen Rolle (Developer, Admin, Business User) auszubrechen und regelmäßig die Brille der jeweils anderen Gruppen aufzusetzen. Interessant fand ich, dass bei der Priorisierung der meisten Aufgabenpakete, bei aller Unterschiedlichkeit der Teilnehmenden, weitestgehend Einigkeit bestand.

Einige werden sich fragen: Was bringt denn nun eine solche Veranstaltung den Teilnehmenden und HCL? Klar ist, dass der Zeitplan für ein neues Major Release Ende 2019 nicht eingehalten werden könnte, wenn man mit den Arbeiten dafür erst nach Abschluss aller Jams warten würde. Natürlich wird parallel zur anstehenden Dot-Release (10.0.1) schon längst an Domino 11 gearbeitet. Für den Softwarehersteller ist das Feedback dennoch äußerst wichtig, um beurteilen zu können, ob man sich abseits des Abarbeitens des Backlogs, bei seinen eigenen Prioritäten mit den Wünschen der Kunden im Einklang befindet und ggf. noch umsteuern kann.

Nach knapp sechs Stunden intensiven Jammens rauchte wohl allen Teilnehmenden der Schädel, so dass der Vorschlag, den Tag gemütlich mit einem Bier ausklingen zu lassen auf große Gegenliebe stieß.

Was nehme ich aus Wien mit? Nach der plangemäßen Veröffentlichung von Domino 10, einem weitgehend auf den Domino-Server fixiertem Release, haben alle Beteiligte sehr konkrete Vorstellungen davon, was mit Notes und Domino 11 auf der Client-Seite passieren muss. Ich freue mich schon auf Ende 2019!

Wer mehr über die Entstehung von Domino 11 erfahren möchte, dem empfehle ich folgende Links und Hashtags:

#dominoforever auf Twitter
Tom Zeizels Blog auf dnug.de

...und natürlich GFI-Blog, Twitter-Kanal und Facebook-Seite!

Dez

07

HCL Technologies erwirbt Notes, Domino und weitere Teile des IBM Software Portfolios

von Marc-Oliver Schaake

Vor etwas mehr als einem Jahr gaben IBM und HCL eine weitreichende Partnerschaft in der Weiterentwicklung von Teilen des Collaboration Software Portfolios, zu dem auch Notes, Domino und Sametime gehören, bekannt.

In Folge dieses "Shared-Revenue-Deals" wechselten viele langjährige IBM Mitarbeiter zu HCL. Es wurde mit Notes & Domino 10 eine neue Version angekündigt und inzwischen auch veröffentlicht. Mit Formaten wie dem Domino Jam und einer starken Präsenz auf Veranstaltungen von User Groups, wie bspw. der DNUG in Deutschland, sollte die Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung von Kunden und Partnern auf der einen Seite und IBM bzw. HCL auf der anderen Seite, wieder in den Fokus gerückt werden.

Ich durfte im Januar 2018 an einem der heiß begehrten Domino Jams im IBM Client Center in Zürich teilnehmen. Bereits damals war zu erkennen, dass sämtliche Beteiligten gewillt waren, Notes/Domino wieder die Aufmerksamkeit zu widmen, die es verdient. Mit der Version 10 haben HCL und IBM ein erstes "Downpayment" oder "Installment" (auf Deutsch "Anzahlung") geliefert, mit dem einige lang gehegte Featurewünsche umgesetzt und nervige Beschränkungen bei der Entwicklung aufgehoben wurden. Dem Release dieser so wichtigen und damit wegweisenden Version gab IBM im Oktober in Frankfurt einen entsprechenden Rahmen.

Während wir noch auf die internationalen Sprachpakete für Notes/Domino 10 warten, finden in der nächsten Woche bereits die ersten Jams zur nächsten Version Domino 11 in Frankfurt und Wien statt. Ich darf dieses Mal in Wien dabei sein und werde an dieser Stelle selbstverständlich berichten.

Aber nun zum eigentlichen Thema: Heute morgen gab IBM den Verkauf eines Teils des Softwareportfolios an HCL Technologies bekannt. Aus der engen Zusammenarbeit, die eine Aufgabenteilung zwischen IBM (Produktstrategie, Marketing, Vertrieb und Support) und HCL (Entwicklung) vorsah, ist nun ein Verkauf des Portfolios geworden. Die Transaktion soll Mitte 2019 abgeschlossen sein.

Aus meiner Sicht ist dieser Schritt nur logisch und begrüßenswert. Bereits im Januar konnte man live erleben, dass HCL sich sicherlich nicht auf den Part des Auftragsprogrammierers beschränken lassen wollte. Dafür dürften mit der Personalübernahme und den weiteren geplanten Neuanstellungen, Investment und Risiko einfach zu groß gewesen sein, als dass man die Höhe seiner Einkünfte einzig und allein vom Erfolg der IBM Vertriebsorganisation abhängig machen könnte. Man darf nicht vergessen, dass IBM hier in der Vergangenheit wenig glücklich agierte und die Zukunft des Unternehmens längst in anderen Geschäftsfeldern sieht.

HCL hat von Anfang an klar kommuniziert, dass sie Notes und Domino zu einer erfolgreichen Zukunft verhelfen wollen und eigene Produkte auf Basis des Domino-Servers entwickeln und unabhängig von IBM vermarkten werden.

Auf dem Release-Event im Oktober erlebte die Farbe Gelb eine sensationelle Rückkehr. Nun wäre es an der Zeit, den legendären Markennamen "Lotus" aus der Schublade zu holen!

In diesem Sinne: Stay productive, stay yellow!

Okt

23

Weltpremiere von Notes/Domino 10

von Marc-Oliver Schaake

Lange genug hat es gedauert: Am 09.10.2018 fand die Weltpremiere von Notes/Domino 10 in Frankfurt am Main statt. Nachdem es lange Zeit so aussah, als ob Notes/Domino 9.0.1 die letzte „echte“ Version bleiben sollte und in Zukunft nur noch Feature- und Fixpacks das Produkt erweitern würden, wusste man spätestens seit Veröffentlichung des Deals mit HCL Technologies, dass es weitergehen wird. ...mehr

Aug

16

DS-GVO im KIAG.net

von Marc-Oliver Schaake

Der 25. Mai 2018 war ein Datum vor dem es Vielen in Deutschland - und Europa - grauste. Mit Inkrafttreten der einheitlichen europäischen Datenschutzgrundverordnung fürchteten nicht zu wenige Unternehmen und Privatpersonen den Untergang des Abendlandes oder zumindest das Ende des Internets, so wie wir es bis dato kannten. Angst ist bekanntermaßen ein schlechter Ratgeber, besonders wenn man wie wir, quasi bei jedem Handgriff mit sensiblen Daten unserer Kundinnnen und Kunden in Berührung kommt. Und nicht zu selten werden wir auch um Rat gefragt, wenn es um die Auswirkungen der DS-GVO auf eingesetzte Systeme geht. Gründe genug, um sich entsprechend mit dem Themenkomplex auseinanderzusetzen. ...mehr

Jun

22

DNUG 45

von Marc-Oliver Schaake

Am 20. und 21. Juni 2018 fand in Darmstadt die 45. DNUG-Konferenz statt. Der Name DNUG e.V. stand ursprünglich für "Deutsche Notes Usergroup". Genau wie die Langversion des Namens irgendwann Claims wie „The Enterprise Collaboration Professionals“ oder aktuell „Collaboration Professionals“ weichen musste, so hat sich auch das Themenspektrum der Konferenzen in den letzten Jahren erweitert. IBM Connections und IBM Watson Workspace sind ja schließlich auch logische Weiterentwicklungen der aus dem Gedanken der Teamzusammenarbeit entstandenen Groupware Lotus Notes. Mobiltechnologien und der Ausblick auf das, was IBM „New way to work“ nennt, runden die Konferenzen ab.

In den letzten Jahren konnte man beobachten, dass die nicht vorhandene Strategie der IBM in Bezug auf die Weiterentwicklung des Notes/Domino-Portfolios und viele gebrochene Versprechen ihre Spuren hinterlassen haben. Viele Unternehmen sahen dies als Anlass um Migrationsprojekte bspw. in Richtung Microsoft durchzuführen. Dementsprechend gedrückt war auch die Stimmung unter den „letzten Mohikanern“.

Als im letzten Jahr die 44. DNUG-Konferenz in Berlin stattfand, waren die Sessions zu Notes/Domino geprägt von Koexistenz mit Microsoft-Produkten, Web-Enablement bestehender Notes-Applikationen mit Hilfe von XPages oder dem Einsatz von REST-APIs als Rettungsanker für Plattform und nicht zuletzt auch für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

So kann man den im Herbst 2017 bekanntgegebenen Deal zwischen IBM und HCL Technologies zur Weiterentwicklung von Notes/Domino nur als Glücksfall bezeichnen. Für die vielen von IBM zu HCL gewechselten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirkte die Ankündigung von Notes/Domino 10 wie ein Befreiungsschlag.

Auch wenn Marketing, Vertrieb und Support im Rahmen der Kooperation weiterhin von IBM erbracht werden sollen, so hindert dies HCL nicht daran, für eine lange nicht dagewesene Sichtbarkeit von Notes/Domino in den sozialen Medien zu sorgen. Inzwischen gibt es neben vielen persönlichen Twitter-Accounts der HCL-Crew auch einen Support-Account, wo man aufmerksam die Diskussionen verfolgt und kommentiert.

Die Sessions zu Notes/Domino waren ausnahmslos gut frequentiert. Gleich zu Beginn überraschten Richard Jefts und Andrew Manby in Ihrer Keynote mit einer Hommage an den Filmklassiker „Zurück in die Zukunft“. Da sind zweifelsfrei Leute am Werk, die Spaß an ihrer Mission haben und alles dafür tun, dass bald das „Wow“ zurückkehren wird, wenn über Notes gesprochen wird.

Die Version 10 wird zunächst einige lang erwartete Verbesserungen wie die Erhöhung der max. Datenbankgröße oder erleichterte Administration im Clusterbetrieb mit sich bringen, aber auch neue und einfachere Möglichkeiten zur Kommunikation mit externen Systemen über LotusScript und die Integration von node.js. Ein weiteres Highlight wird der native Notes-Client für das Apple iPad werden.

Da sich die Features bis zum endgültigen Release der Version immer noch ändern können, verzichte ich an dieser Stelle auf eine Auflistung und empfehle lieber einige Twitter-Accounts sowie den Hashtag #domino2025


Jason Gary (VP Engineering HCL Technologies): @jasonroygary
Uffe Sorensen (Global Sales Lead IBM Collaboration Solutions): @uffesorensen
Tom Zeizel (Business Unit Executive IBM Collaboration & Talent Solutions D-A-CH): @TomZeizel

Für uns steht auf jeden Fall fest, dass Notes/Domino auch weiterhin die strategische Plattform zur Entwicklung von Enterprise Anwendungen bleiben wird. Mit den nun angekündigten Möglichkeiten bietet sich weiteres Potenzial insbesondere in der Integration externer Web-Dienste oder der Mobilisierung von Unternehmensdaten und -anwendungen.

Mai

10

Smartphone und Telefonanlage wachsen weiter zusammen

von Marc-Oliver Schaake

Wie bereits in einem früheren Beitrag beschrieben, setzen wir in der Unternehmensgruppe auf ein zentrales TK-Anlagensystem des Deggendorfer Herstellers pascom, welches wir in unserem Rechenzentrum zentral für alle angeschlossenen Unternehmen betreiben. Die einzelnen Standorte, aber auch Homeoffices und Notebooks, werden per VPN an das Rechenzentrum angebunden. In den Büros nutzen wir hauptsächlich Telefone von Yealink die unserer Meinung nach ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bieten und einen wertigen Eindruck hinterlassen.

Ergänzend nutzen wir die Desktop-Clients der pascom Telefonanlage auf unseren Macs und Windows-Rechnern. Einige Teilnehmer hatten darüber hinaus noch einen speziellen Smartphone-Client von Tango Networks im Einsatz, der die eigene Nebenstelle auf das Smartphone brachte.

Sobald man das bekannte Terrain der eigenen Netzwerke und WLANs verlässt und SIP-Telefonie mit Smartphone-Clients realisieren möchte, die sich gerne mal in Hotel-WLANs hinter vier Routern mit jeweils aktiviertem NAT bewegen, lernt man die Tücken dieser Technologie kennen. Das wohl bekannteste Phänomen ist die nur in eine Richtung funktionierende Sprachverbindung. Wir mussten ziemlich viel Zeit und Nerven aufbringen, um diese Dinge für unsere zentral gehosteten Systeme in den Griff zu bekommen.

Als Premium Partner von pascom haben wir aber auch eine ganze Reihe von Kunden, die die pascom Telefonanlage bei sich im Unternehmen betreiben und nicht über die technischen und personellen Ressourcen verfügen, um ein vergleichbares Setup realisieren zu können, sich aber dennoch den Einsatz ihrer mobilen Endgeräte wünschten.

Genau das hat man bei pascom auch erkannt und 2017 mal wieder sehr viel Zeit und Knowhow in die Weiterentwicklung der eigenen Lösung investiert. Im ersten Schritt wurde mit dem sog. "Cloudstack" eine Virtualisierungsplattform geschaffen um eine große Anzahl von pascom Telefonanlagen auf einem einzigen Rechner oder einer einzelnen virtuellen Maschine betreiben zu können. Mit den verringerten Anforderungen an Hardware aber auch einer dramatisch beschleunigten Grundinstallation wurde es erstmals interessant auch Kunden mit relativ wenigen Nebenstellen eine pascom Installation bei einem Hoster anzubieten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Cloud-Anbietern erhält der Kunde auch mit nur fünf Nebenstellen eine "echte" Telefonanlage mit all den Features wie sie auch in Anlagen mit mehreren hundert Nebenstellen oder Call-Centern üblich sind. Man ist also nicht auf ein Basis-Featureset beschränkt. Der Cloudstack bringt darüber hinaus ein vollautomatisch konfiguriertes Border-Gateway für das Handling von SIP-Telefonieverbindungen über öffentliche Netze mit.

Mit den komplett neu entwickelten Clients für Desktops und Smartphones unter iOS und Android stehen einem all diese Funktion nun unterwegs auch ohne separate VPN-Verbindung zur Verfügung. Das erleichtert die Einrichtung und den Betrieb enorm. Dabei werden sowohl Signalisierung als auch Sprache sicher verschlüsselt.

Gemäß dem Grundsatz "We use what we sell" haben wir im März damit begonnen, die Voraussetzungen für das Aufsetzen eines solchen Cloudstacks in unserem Rechenzentrum geschaffen. Ziel war die Migration der eigenen dedizierten Anlage in einen solches mehrmandantenfähiges System und der Wechsel auf die pascom Smartphone-Clients. Nach Installation des neuen Systems mit der Übernahme der Konfiguration der bestehenden Anlage mussten natürlich noch die verteilt über Deutschland stehenden Telefone, Fax-Adapter, Alarmanlagen, Türsprechstellen und ISDN-Gateways mit dem neuen System verbunden werden. Für die Umstellung haben wir uns dann auch noch ausgerechnet Freitag den 13. April ausgesucht.

Entgegen allen Befürchtungen ob des gewählten Datums verlief die Migration ohne wesentlichen Probleme. Viel Zeit ging beim Kampf mit einer nicht kompatiblen Telefon-Firmware drauf was sich aber letzten Endes mit einem Downgrade beheben ließ. Bei der Anbindung des ISDN und GSM-Gateways von der Firma Beronet mussten wir noch zu ein paar Tricks greifen, die mit dem nächsten größeren Update auf pascom 18 aber auch der Vergangenheit angehören werden.

Besonders beeindruckte uns, dass sich die Smartphone-Clients so einfach einbinden ließen. Der Anwender fotografiert lediglich einen Barcode ab, der ihm auf dem Notebook-Client angezeigt wird. Danach fragt der Client noch die eigene Telefonnummer ab. Das war es dann. Egal, ob wir uns nun im eigenen WLAN, einer DB-Lounge oder per LTE auf der Autobahn befinden: Die Sprachverbindung funktioniert- entsprechende Bandbreite vorausgesetzt - ganz einfach. Keine Suche mehr nach Routing-Problemen, nicht zusammen passenden Sprach-Codecs oder ähnlichen Stolperfallen. Alleinig der Mobilfunktarif muss VoIP unterstützen. Hier ist je nach Netzbetreiber und Tarif eine separate Freischaltung vonnöten.

Die gemachten Erfahrungen haben uns dann auch in dem Entschluss bestärkt, unseren Kunden in Zukunft das Hosting von pascom-Systemen in unserem Rechenzentrum anzubieten. Einen entsprechenden Vertrag haben wir auf dem pascom Partner Summit Ende April 2018 in Regensburg unterzeichnet. Stay tuned for more info!


Apr

24

DNUG Stammtisch Rheinland April 2018

von Marc-Oliver Schaake

Am 16.04. fand im Düsseldorfer Brauhaus "Zum goldenen Handwerk" wieder ein DNUG-Stammtisch statt. Im Mittelpunkt standen die in Las Vegas auf der IBM Think verkündeten Neuerungen rund um die Collaboration Produkte von IBM. Darunter natürlich auch Notes und Domino 10, die im Herbst erscheinen werden. ...mehr

Mär

22

Notes-Applikationen nativ auf iOS (und Android)

von Marc-Oliver Schaake

Auf der gerade in Las Vegas laufenden IBM-Konferenz "Think" bekamen die Anwesenden einen ersten Blick auf den aktuellen Stand der Entwicklungen: ...mehr

Mär

01

Let´s Get Real - Erster Webcast zu Notes/Domino10 am 28.02.18

von Marc-Oliver Schaake

Gestern um 17:00 Uhr unserer Zeit gab es von IBM & HCL den ersten Webcast mit einem Ausblick auf Notes/Domino 10. Über 1900 interessierte Partner und Kunden hatten sich hierfür angemeldet. Eine beachtliche Zahl, die zeigt dass das Interesse an Notes und Domino stärker ist als Viele behaupten.

Neben einem, anscheinend nicht nur von mir, lang ersehnten Kalender-Feature was live gezeigt wurde, gab es eine Vielzahl von Slides zu sehen, die die Marschrichtung von Domino 10 und darüber hinaus aufzeigten.

Die wesentlichen Punkte sind dabei: Mehr Möglichkeiten zur Integration externer Daten/Systeme, offene und moderne Entwicklungswerkzeuge (u.a. node.js), Unterstützung alternativer Clients und offener Standards für E-Mail (EWS), Aufhebung bisheriger Beschränkungen bspw. bei der Datenbankgröße, selbständig arbeitende Überwachung der Datenbankintegrität und automatische Reparatur u.v.m.

Erwähnenswert ist auch die Abfrage der Nutzervorlieben nach Updatehäufigkeit und gewünschten Serverbetriebssystemen für Domino per Survey-Formular im Webcast.

Was es nun tatsächlich in die in 2018 erscheinende Version 10 schafft und was auf spätere Releases verschoben werden muss, werden wir dennoch wohl erst zur Think Mitte diesen Monats erfahren.

Mein Fazit: Ich finde es gut, dass IBM & HCL ihre Kunden und Partner wieder an der Entwicklung und dem Fortschritt teilhaben lassen. Auch die Ankündigung weiterer Webcasts, Auftritten bei diversen Veranstaltungen in Europa und einer Public Beta lassen hoffen. Ebenfalls positiv ist die Begeisterung die die Beteiligten versprühen. Ich hoffe, die Amerikaner wissen aber auch, dass man zumindest in unseren Breitengraden damit ziemlich große Erwartungen weckt und dann aber auch liefern muss. Angesichts des wirtschaftlichen Drucks, der auf diesem Projekt lasten dürfte, sollte den Beteiligten das aber eh klar sein.



Feb

14

Notes/Domino 10: Schlag auf Schlag

von Marc-Oliver Schaake

In der letzten Woche verkündete das Lotus und IBM-Urgestein Ed Brill nach mehr als 23 Jahren Firmenzugehörigkeit für viele völlig unerwartet seinen Abgang bei IBM. Und das in einer Phase, wo "sein" Produkt Notes/Domino gerade weltweit wieder einmal im Fokus steht. Zunächst war da natürlich der Outsourcing- und Revenue-Share-Deal mit HCL Technologies, den einige Pessimisten schon als Abgesang verstanden wollten und natürlich die lang ersehnte Ankündigung einer Version 10.

Es hieß noch Mitte Januar, dass die Roadmap für die Version 10 auf der IBM Think! Mitte März in Las Vegas präsentiert werden sollte. Die Zusammenlegung aller wichtigen IBM Hausmessen bot sich als Plattform natürlich an, da sich dort Kunden und Business Partner aus aller Welt zusammenfinden werden und von dort auch alle relevanten Technologie- und Wirtschaftsmagazine berichten dürften.

Man hat sich nun aber bei IBM entschlossen, ganze drei Wochen früher mit den Plänen für Notes/Domino 10 an die Öffentlichkeit zu gehen. Auf Twitter wurde zu einem Webcast bereits am 28.02. eingeladen. Ob die Ankündigung von Ed Brill für erneute Unruhe gesorgt hat? Wir wissen es nicht. Aus der Erfahrung der letzten Jahre lässt sich aber derartiges erahnen. Ohne triftigen Grund würde IBM sicherlich nicht den Zeitplan ändern und statt der großen Bühne nun einen schnöden Webcast wählen. Das Ganze erinnert schon irgendwie an die beiden letzten Nominierungen von SPD-Kanzlerkandidaten (aka "Sturzgeburt").

Wir werden auf jeden Fall berichten!




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